Welche Aufgabe soll Ihre Zentrifuge erfüllen? Ausgangspunkt sind Ihre Probe und Ihr Arbeitsablauf – nicht allein die Drehzahl. Hier finden Sie Auswahlkriterien und passende Einstiege in das Herolab Produktprogramm.

Probenvorbereitung & Trennung
Für Trennschritte in Forschung, Entwicklung und industrieller Qualitätskontrolle: beispielsweise das Abtrennen suspendierter Bestandteile oder die Vorbereitung weiterer Analyseschritte. Das konkrete Verfahren bestimmt die erforderliche Ausstattung.
Was für die Auswahl zählt
- Probenart, Gefäßform, Füllvolumen und Anzahl der Proben je Lauf.
- Erforderliche relative Zentrifugalbeschleunigung (RZB/RCF), Laufzeit und Temperatur.
- Passender Festwinkel- oder Ausschwingrotor sowie geeignete Adapter.
- Materialverträglichkeit und gegebenenfalls Anforderungen an geschlossene Gefäßsysteme.
Laborzentrifugen auswählen · Rotoren und Adapter prüfen
Die zulässige Drehzahl richtet sich nach der gesamten verwendeten Kombination. Eine passende Gefäßgröße allein ist kein Kompatibilitätsnachweis.

Probenkonzentration
Bei der Zentrifugalkonzentration wird Lösungsmittel unter Vakuum verdampft, um das Probenvolumen zu reduzieren. Ob das Verfahren geeignet ist, hängt insbesondere von der Probe, dem Lösungsmittel und der zulässigen Probentemperatur ab.
System passend zur Probe auslegen
- Lösungsmittel und Gemische, Ausgangsvolumen und gewünschtes Endvolumen benennen.
- Gefäße, Probendurchsatz und Temperaturempfindlichkeit berücksichtigen.
- Konzentrator, Vakuumpumpe und gegebenenfalls Kühlfalle aufeinander abstimmen.
- Materialbeständigkeit, Dampfaufnahme und sichere Abführung im konkreten Prozess prüfen.
Derzeit steht Auto R3 im Mittelpunkt dieser Produktlinie. Verfügbare Pumpen, Kühlfallen und Zubehör werden für die jeweilige Anfrage abgestimmt; nicht jede Kombination ist automatisch geeignet.

Automatisierte Probenprozesse
Für Arbeitsabläufe, in denen Proben robotergestützt zugeführt, zentrifugiert und weitergegeben werden. Die Zentrifuge muss dabei mit Probenhandhabung, Steuerung und Sicherheitskonzept des Gesamtsystems zusammenpassen.
Vor der Integration klären
- Gefäße, Beladungsmuster, Greifpunkte und Zugänglichkeit.
- Positionierung, benötigte Prozessschritte und gewünschter Durchsatz.
- Steuerschnittstellen, Statusmeldungen und Verhalten bei Störungen.
- Verantwortlichkeiten für Integration, Sicherheitsbewertung und Abnahme.
Vernetzung ist nicht gleich Roboterintegration
SmartCen ergänzt eine ausgewählte Zentrifuge auf Kundenwunsch um Software und die dazugehörige Hardware für vereinbarte Bedien-, Überwachungs- und Vernetzungsfunktionen. Das ausgelieferte Gerät trägt die SmartCen-Kennzeichnung zusammen mit der entsprechenden Modellbezeichnung. Robotergestützte Probenhandhabung ist davon getrennt zu planen.

Anwendungsspezifische Prozesse
Besondere Gefäße, Prozessbedingungen oder Anforderungen an die Bedienung können eine angepasste Konfiguration erfordern. Herolab prüft die technische Umsetzbarkeit anhand der konkreten Anwendung.
Für eine technische Prüfung benötigen wir
- Beschreibung der Probe und des gewünschten Prozessergebnisses.
- Gefäßzeichnungen oder Abmessungen, Volumen und Material.
- RZB/RCF, Temperatur, Laufzeit und Häufigkeit der Nutzung.
- Besondere Anforderungen an Atmosphäre, Schnittstellen oder Einbauumgebung.
Bei Stickstoff- oder anderen Inertgaskonfigurationen werden Gas, Zweck und technische Bedingungen ausdrücklich festgelegt. Eine Inertgasspülung bedeutet nicht automatisch Explosionsschutz oder eine entsprechende Zulassung.
Ihre Anwendung mit Herolab klären
Teilen Sie uns Probenart, Gefäße, Volumen, Prozessparameter und den gewünschten Ablauf mit. Wir prüfen mit Ihnen, welche Geräte- und Zubehörkombination in Betracht kommt. Leistungsdaten und Freigaben gelten jeweils für die konkrete Konfiguration.
